Anna Kpok as young artist in residence // flausen+ Stipendium Mai 2016

Anna Kpok im Apparat [Forschungstitel]

 

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Willkommen im Apparat

Im Rahmen des flausen + young artists in residence Stipendiums hatten wir einen Monat, an unserem Live Jump and Run Konzept zu forschen und es weiterzuentwickeln. Die Besonderheit des flausen+ Stipendienprogramms ist mitunter, dass am Ende kein fertiges Ergebnis stehen muss. Nach den vier Wochen wird der Arbeitsstand in einem Making of präsentiert und diskutiert. Den Stipendiat*innen soll in den vier Wochen der Freiraum gegeben werden, frei an ihrer künstlerischen Idee zu arbeiten, auszuprobieren, immer wieder neu zu probieren, umzubauen, diskutieren, diskutieren, auszuprobieren, neu zu bauen… vier Wochen lang pures Anna Kpoken at it´s best also. Hierfür zogen wir den Mai über nach Köln und machten das Freie Werkstatt Theater Köln  zu unserem  ständigen Arbeitsort– an dieser Stelle nochmal ein großes Danke an das FWT Team für die Räumlichkeiten, Technik und Unterstützung!

Als Mentorin für unsere Forschung fanden wir Grit Schuster, Gamedesignerin an der Schnittstelle zur darstellenden Kunst. Grit arbeitet regelmäßig mit Rimini Protokoll zusammen, zuletzt entwarf sie z.B. das Interaction Design für „Mein Kampf Band 1 & 2“. Die Bedeutung von „Interaction Design“ im Theater, wie gute Computerspieldramaturgie funktioniert und noch einiges mehr konnten wir von ihr lernen. Grit, ein riesiges Danke an dich!

Wir starteten in die Residenz und trotz ergebnisoffener Arbeitsstrukturen hatten wir uns mit unserer Forschungsfrage ein Ziel gesetzt: Wie ist non-lineares Erzählen in unserem Live Jump and Run möglich? Wir wollten eine Open World bauen. Weg vom 2D Sidescroller Jump and Run, in dem der Avatar nur nach vorne laufen kann und alles, was ihm in den Weg gelegt wird, überwinden muss. Hin zu einer offenen Spielwelt, in der es sogar mehrere Spiel-Enden gibt, je nachdem, welche Entscheidungen getroffen werden. Wie kann das funktionieren?

Wir haben während der Residenz Logbuch geführt, das auf dem flausenblog nachzulesen ist. Nachfolgend findet sich eine kurze Zusammenfassung.

Spielkonzept:

Fünf Spieler*innen (Zuschauer) steuern den Avatar (Performer*in) durch eine Spielwelt (Bühne). Spielverlauf und -ende bestimmt die Gruppe durch ihr Spielverhalten und ihre Entscheidungen.

Die Spieler*innen steuern den Avatar per Sprachbefehl, die Befehlspaare sind:

START-STOPP, RECHTS-LINKS, SPRINGEN-DUCKEN, EINSAMMELN-BENUTZEN, ATTACKE-UNTERSUCHEN.

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Woche 1 // 28.04. – 01.05.

#Ankommen. #Einrichten #Arbeitsplan #Arbeitsstrukturen

Was will dieser Apparat von uns? Und was wollen wir von ihm?

In der ersten Woche haben wir uns auf der Probebühne breit gemacht. Wir haben so etwas wie eine Spieldramaturgie,  bzw. – zu dem Zeitpunkt wohl noch eher – Spielablaufmöglichkeiten entworfen. Aus Bänken und leeren Kisten haben wir die Spielwelt simuliert, Grit eingeladen und schon erste Tests durchgeführt.

Wir haben an der „backgroundstory“ gearbeitet; recherchiert, gelesen, uns inspieren lassen.

Stanislaw Lem: Memoiren gefunden in der Badewanne // Stanislaw Lem: Der Freund. // Dave Eggers: The Circle // Matrix // Star Trek // Odysee 2000 // The Cube // uvm.

 

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Der gefährliche Alumann hat den Avatar platt gemacht.

Woche 2 // 04.05. – 11.05.

#PuzzleDependencyChart #Gameplay #Spielmechanik #Rätseldramaturgie

Wie wird die Narration in die Rätsel eingebunden? Wie wissen die Spieler*innen, was der Apparat von ihnen will?

Mithilfe von Grit entwickelten wir auf der Basis des Puzzle Dependency Charts – Tools eine Spieldramaturgie. In unserer Versuchsanordnung gab es einen Startpunkt, von dem alle Gruppen das Spiel beginnen und drei mögliche Enden, die gespielt werden können. Je nachdem ob sie sich für oder gegen eine Sache entscheiden, eine Information finden, oder nicht. Und wir entschieden uns für eine möglichst offene Initial-Spielaufgabe, die den Spieler*innen Anreiz gibt sich in der Spielwelt umzuschauen, herausfinden zu wollen, was passiert ist aber gleichzeitig nicht zu viel verrät: „Hilf dem Apparat – nein auf garkeinen Fall!“

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Arbeit am Puzzle Dependency Chart – erstmal ganz analog

Wir legten fest, dass der Apparat – also die Spielwelt – aus drei Räumen bestehen wird, die miteinander verbunden sind und immer wieder von der Spielergruppe durchlaufen werden müssen, um die Rätsel zu lösen. Während der Abwesenheit der Gruppe verändern sich die Räume und triggern wieder neue Aufgaben – der ganze Apparat, die Spielwelt durch die sich die Gruppe bewegt, soll lebendig wirken, auf die Spielergruppe ragieren und zur Interaktion aufrufen.

 

Woche 3 // 12.05. – 19.05

#Umzugskartons #Alufolie #Testpiele #Feedback

Wie funktioniert eine non-lineare Narration im Spiel? Wie viel Lenkung und Informationen braucht es, um das Spiel spielbar und die Hintergrundgeschichte interessant zu machen?

Wir kauften 200 Umzugskartons, 30 Rollen Alufolie, einen großen roten Buzzer und bauten einen Apparat.

Nachdem wir eine nahezu lückenlose Story entwickelt hatten, die die Vergangenheit und die Arbeitsweise des Apparates – also des Wesens, bzw. des Dings in dem sich die Spieler*innen befinden – erklärt, ging es ans Bauen und Testen. Wir verschränkten die Story mit konkreten Aufgaben in der Spielwelt und verteilten die Rätsel so auf alle drei Räume, dass die Spieler*innen nach und nach immer mehr über herausfinden und sich so ihre eigene Story zusammenpuzzeln konnten. Wussten sie einmal ungefähr, woher der Apparat kommt, ahnten sie schon, was er vorhat. Dieses anwachsende Wissen befähigte sie immer bewusster zu entscheiden, wie sie das Spiel fortsetzen wollten.

Wir hatten also unseren Karton-Apparat und unsere Rätsel und luden dann die ersten Spieler*innen zum Testen ein.

Nach jedem Testspiel baten wir die Testspieler*innen zum Gespräch, um uns ein ausführliches, ehrliches Feedback zu geben. So konnten wir einschätzen, was funktioniert, was nicht, woran wir noch arbeiten und welche darlings gekillt werden müssen. Danke nochmal an alle Testpieler*innen!

 

 

Woche 4 // 21.05. – 25.05.

# TestspielemitTheaterlicht #Making Of #lookwhatwe´vemade

Mit Anna Kpok im Apparat haben wir die Basis für ein Live Jump and Run erarbeitet, das dem Setting nach in einer Open World gespielt wird. Während der Residenz ist ein eigenes Handwerkszeug entstanden, das uns die Möglichkeit gibt, eine sich verzweigende Spieldramaturgie zu entwickeln. Die Spieler*innen können sich frei durch unsere Räume bewegen und müssen immer wieder Entscheidungen treffen, die sich auf den weiteren Spielverlauf auswirken. Sie erhalten nach und nach Informationen über die Spielwelt, die sie umgibt und mit der sie interagieren müssen. Die Informationen erhalten sie erst, nachdem sie ein Rätsel gelöst oder eine Aufgabe erfüllt haben.

Auf zum APPARAT!

 

Die flausen-Residenz 2016 am FWT wurde gefördert von der Kunststiftung NRW, vom Kulturamt der Stadt Köln und vom NRW Kultursekretariat Wuppertal.

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Anna Kpok bei Truck Tracks Ruhr #3 Duisburg

Factory Gate / Werkstor

Dezember 1895: Zum ersten Mal wird ein Film öffentlich vorgeführt. Das erste Bild, das die 33 Zuschauer*innen im Salon Indien sehen, ist ein Fabriktor. „- denn auf dem Fußweg aus der Fabrik hatten sie wieder zu sprechen begonnen, nicht weil sie etwas zu sagen gehabt hätten, sondern weil jenseits der Tore sprechen nicht gestattet war.“

Idee/Konzept/Umsetzung Anna Kpok: Emese Bodolay, Björn Castillano, Kathrin Ebmeier, Kirsten Möller, Almut Pape, Jascha Sommer, Klaas Werner, Manuel Zauner

Sprecher: Almut Pape und Manuel Zauner

Chor: Tim Altegör, Tilman Aumüller, Andreas Babenko, Martin Degeling, Tobias Eule, Anna Júlia Feijó do Amaral, Philip Heck, Ole Hübner, Neele Hülker, Laura Knöpfel, Philipp Kretschmer, Robin Kretschmer, Katarina Markova, Astrid Meier, Julia Praschma, Fabian Saavedra-Lara, Arne Salasse, Ruth Schmidt, Sina-Marie Schneller, Robin Schrade, Benjamin Seidel, Anne Sommer, Heinz Sommer, Jascha Sommer, Janina Zimmermann, Jannes Zimmermann

 Sound und Musik: Gabor Bodolay

Zu sieben Orten in Duisburg erarbeiten eingeladene KünstlerInnen sieben Kurzhörspiele. Für “five minutes of fame” wird ein Ort mit seinem Geschehen zu einem Theaterstück ohne Darsteller. Alles, was sich in fünf Minuten innerhalb dieses Rahmens ereignet, wird Teil der Aufführung. Das Album Duisburg ist die dritte Tour von Truck Tracks Ruhr, einem Konzept von Rimini Protokoll, produziert von Urbane Künste Ruhr, das insgesamt durch sechs weitere Städte der Region reist.

Mit Beiträgen von:
Ant Hampton (London/Brüssel), Anna Kpok (Duisburg / Bochum), Felix Meyer-Christian / Costa Compagnie (Berlin/Hamburg), Marcus Lindeen (Stockholm), Davy Pieters (Amsterdam), Sonya Schönberger (Berlin), Wojtek Ziemilski (Warschau)

Konzept:
Rimini Protokoll (Aljoscha Begrich, Helgard Haug, Stefan Kaegi und Jörg Karrenbauer)

Produktion:
Urbane Künste Ruhr

In Koproduktion mit:
Theater Oberhausen, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Ruhrtriennale, Schauspiel Dortmund, Ringlokschuppen Ruhr, Schauspielhaus Bochum, PACT Zollverein

In Kooperation mit:
Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Kunsthalle Recklinghausen, Lehmbruck Museum u.a.

 

http://www.trucktracksruhr.de/de/album/duisburg

 

Jascha Sommer, 29

Präsentiert von Anna Kpok | Koproduziert vom Ringlokschuppen Ruhr

Hallo, mein Name ist Jascha Sommer, ich bin 29 Jahre alt. Ich wohne im Ruhrgebiet und arbeite als Performance- und Videokünstler. Ich könnte aber auch jemand ganz anderes sein. Zum Beispiel könnte ich die gleiche Ausbildung absolviert haben, den gleichen Beruf ausüben und das gleiche Leben führen wie Sie. Wie würde ich mich dann vorstellen? Wie würde ich reden? Welche Fragen hätte ich an das Leben?

In der gleichnamigen Bühnen-Video-Arbeit leiht sich Jascha Sommer, 29, Selbstporträts, Erinnerungen und Lebensentwürfe ihm unbekannter Menschen und wird zehn Mal ein Anderer. In den Autobiographien der anderen begegnet er individueller und kollektiver Geschichte, berührenden Momenten, kuriosen Anekdoten – und immer wieder sich selbst. Dabei entsteht ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Fiktion und Realität, Theaterbühne und Film, Performer und Publikum. Wer möchte, steigt ein – und lässt die eigenen Erinnerungen, Vorstellungen und (Selbst-)Erzählungen Teil der vielstimmigen Performance-Installation werden.

 

 

Team:
Konzept, künstlerische Leitung und Performance: Jascha Sommer
Videoproduktion- und Regie, konzeptuelle Mitarbeit: Ale Bachlechner
Videoproduktion, Bildregie, technische Leitung: Jonathan Kastl
Szenographie: Wiebke Strombeck
Dramaturgie, konzeptuelle Mitarbeit: Jasmin Degeling, Almut Pape, Klaas Werner
Performer: Kathrin Ebmeier, Miriam Michel, Xaver Schumacher, Matthias Conrady

Die Porträtieren
Breschkai Ferhard, Bruno Marino, Conny, Hassan Shahin, Benjamin Siebert,
Elisabeth Trautmann

Zusätzliche Mitarbeit
Emese Bodolay, Claire Carnin, Laura Strack

Vergangene Termine:

Sa. 12.12.2015 20 Uhr & So, 13.12.2015 18 Uhr, Ringlokschuppen Ruhr
Fr. 08.04. & Sa. 09.04.2015, jeweils 20 Uhr, Freies Werkstatt Theater Köln
So. 17.04.2016, 18 Uhr, Maschinenhaus Essen

Premierenort:
Ringlokschuppen Ruhr | Am Schloß Broich 38 | 45479 Mülheim an der Ruhr

Eine Produktion von Anna Kpok in Koproduktion mit dem Ringlokschuppen Ruhr. Gefördert von der Kunststiftung NRW, dem Ministerium für Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Fonds Darstellende Künste e.V.

Zeitspielräume

„Da müsste man schon eine sehr große Bombe hier abwerfen bis die Ruhr woanders fließt“ – Prof. Dr. A. L.

Was war das Ruhrgebiet, was ist es heute und wie möchte es in Zukunft sein? Welches Image steht dem Revier am besten? Was steht am Ende der Kreativwirtschaft und was passiert, wenn die Universitätsallianz Ruhr nicht untergeht? Und welchen Part willst Du darin einnehmen?
Du bist Strukturwandel. Du bist zugezogen. Du bist der Baum. Du bist Ruhr.

Wir laden Euch ein mit uns in der begehbaren Installation Zeitspielräume bisherige Geschichten und zukünftige Szenarien des Ruhrgebiets zu durchlaufen und kennenzulernen, Euch dazu zu verhalten und selbst Teil des zukünftigen Mythos Ruhr zu werden – nur echt mit Grubenlampe.
Du bist Wissenschaftler*in, Du bist Arbeiter*in, Du bist Kreativwirtschaftler*in? Egal: Frag nicht, was Deine Identität für Dich tun kann, beantworte unsere Fragen und wir sagen Dir, wer Du sein wirst.

Beteiligte:
Emese Bodolay, Gabor Bodolay, Alexander Buers, Kathrin Ebmeier, Henning Gebhardt, Anna-Lena Klapdor, Johanna Köck, Manuel Zauner

Termine:
Öffentliche Proben: 6.2.2015, 16.30h // 19.30h // 21h
Premiere: 7.2.2015, 17.30h // 19h // 20.30h
Weitere Aufführungen: 8.2.2015. 17.30h // 19h // 20.30h
Dauer ca 60min.

Spielort:
Unperfekthaus Essen

Zeitspielräume ist eine Anna Kpok Produktion in Koproduktion mit der Global Young Faculty, gefördert von Mercator Research Center Ruhr, Stiftung Mercator, Universitätsallianz Ruhr.

Bochumer Versprechen

In einer Stadt stehen, neben Wohnhäusern, viele Bauten die für eine gemeinsame Nutzung vorgesehen sind. Egal ob von privater Hand gebaut oder von öffentlichen Geldern bezahlt: Bei ihrer Planung und Eröffnung knüpfen die handelnden Erbauer viele Hoffnungen und offen ausgesprochene Versprechen daran, wie ihr Gebäude, ihr Projekt, die Stadt verändern wird. Unterwegs in Bochum werden wir zu den Nutzern und Nutzerinnen dieser Gebäude und setzen so in Alltag um, was geplant wurde. Erfüllen die Gebäude die ihnen vorab zugeschriebene Funktion ?

Um auf einen Blick Geschichte, Gegenwart und (vergangene) Zukunftserwartung zu kombinieren, hat die Performancekünstlerin Almut Pape zusammen mit dem Hörspielmacher Pascal Bovée und dem Dramaturgen Klaas Werner an sieben wichtigen Punkten im Bochumer Stadtgebiet Plaketten angebracht. Ausgerüstet mit einem Smartphone können Passanten und solche, die gezielt die über die Stadt verteilte Kunst-Hör-Installation ansteuern, Auszüge aus Eröffnungsansprachen und weiteres Material, in denen Bauherren, Befürworter und auch Gegner von Bauprojekten zu Wort kommen, hören.

Als Grundlage dienen Reden, die zur Eröffnung wichtiger Bochumer Orte wie etwa der Jahrhunderthalle, der Ruhr-Universität oder der U35, gehalten wurden und in umfangreicher Recherchearbeit aus den Archiven hervorgesucht wurden. Erstmals waren sie am 7. März 2014 in der Drehscheibe Bochum unter dem Titel „Topographische Versprechen. Selbsterzählung einer Stadt“ als performative Installation zu sehen und zu hören.

Am 12. November 2015 wird das Projekt „Bochumer Versprechen“ mit Führungen zu einigen der ausgewählten Orte feierlich eröffnet. Im Rahmen des Zeitzeug_Theaterfestival starten die KünstlerInnen ab 17:30 Uhr von der Zukunftsakademie in Bochum für kurze Spaziergänge in die Stadt hinaus. Danach können sich alle Interessierten jederzeit mit Hilfe der Website www.bochumer-versprechen.de über die Lage der Hörstationen informieren und in die Hörstücke reinschnuppern, bevor sie sich auf einen Streifzug durch die Stadt und ihre Versprechen machen.


Konzept und Soundgestaltung:
Almut Pape, Pascal Bovée Dramaturgie: Klaas Werner Programmierung der Website: Marc Löhe SprecherInnen: Josephine Rose Habermehl, Doris Koch, Tim Altegör, Pascal Bovée, Klaas Werner, Almut Pape, Manuel Zauner, Margaux Metze, Janne Terfrüchte, Patrick Bovée, Ariane Trümper, Benjamin Danemann, Lori Richter-Devroe, Danny Marroquin

 

Termine:
12. November 2015 (Premiere), ab 17:30 Uhr
Im Rahmen der Eröffnung des Zeitzeug_Theaterfestivals in der Zukunftsakademie (ZAK) NRW,
Humboldstraße 40, 44787 Bochum.

Die Hörstationen können ab diesem Zeitpunkt jederzeit besucht werden und sind dauerhaft zugänglich.

Spielorte:
Sieben bemerkenswerte Bauten in der Stadt Bochum (Jahrhunderthalle, Ruhrpark, Ruhr-Universität, Stadtbadgalerie, U35, Exzenterhaus, Musikzentrum)

www.bochumer-versprechen.de

Eine Anna Kpok Produktion /// gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, das NRW KULTURsekretariat und die Stadt Bochum.

1h12min

Eine Chorarbeit in 24 Teilen à 3 Minuten.

Zwischen Chorstück und Popsong, wissenschaftlicher Fachliteratur und Selbsthilfebüchern sucht Anna Kpok den Sinn im Wahnsinn, erklärt das Theater zum Zwischenraum und stellt die Uhr auf zwölf Minuten vor fünf. Von da an muss in einer Stunde und zwölf Minuten alles gesagt sein, was es zu sagen gibt. Inspiriert von Sarah Kanes „4.48 Psychose“ bringt Anna Kpok das aufreibende Missverhältnis von Selbst- und Fremdwahrnehmung auf die Bühne.
Koproduktion: FFT Düsseldorf und Anna Kpok im Auftrag von west off — Theaternetzwerk Rheinland.

Von und mit: Emese Bodolay, Gabor Bodolay, Dana Divis, Kathrin Ebmeier, Daniela Frenzel, Anna-Lena Klapdor, Svenja Marzinowski, Lasse Opriel, Almut Pape, Andrea Kurz-Richarz, Sina-Marie Schneller, Laura Strack, Meike Wieland, Manuel Zauner

 

 

Termine:
28.10.2014 // Theater im Ballsaal Bonn // 20 h  (Premiere)
13.11.2014 // Rotunde Bochum // 18 h
14.11.2014 // Studiobühne Köln //20 h
20.11.2014 // Forum Freies Theater Düsseldorf // 19 h

Eine Koproduktion von FFT Düsseldorf und Anna Kpok im Auftrag von west off — Theaternetzwerk Rheinland.

Wir müssen reden

Telefonat. Spur. Wiederentdeckung.

Nur weil die Metadaten (wer wann von wo mit wem telefoniert) gespeichert sind, weiß dieser Speicher noch lange nicht, was sich alles verflüchtigt aus dem Moment der gesprochenen Dinge. Was passiert, wenn sie, die wir nicht gerufen haben, zurück rufen?Welche Rückstände bleiben hängen in den Teppichen der Wohnungen, die wir vergessen haben? Was sagen die Stimmen die wir gedämpft durch die Wände hören? Wer hockt hinter der nächsten Tür?„Hallo, mein Name ist Anna. Und wer bist du?”

Von und mit: Emese Bodolay, Jasmin Degeling, Kathrin Ebmeier, Anna-Lena Klapdor, Kirsten Möller, Kristin Naujokat, Almut Pape, Steffen Schumann, Klaas Werner

Termin:
Einmalig am 11.10.2014 ab 18.00 die ganze Nacht // Im Rahmen der Eröffnung der Zukunftsakademie Bochum

Die Eröffnung des ZAKs mit Erwähnung von Anna Kpok wurde (nicht ganz korrekt) in den Ruhrnachrichten und (etwas korrekter) bei der Westen erwähnt

Eine Anna Kpok Produktion gefördert durch die Zukunftsakademie Bochum.

Anna Kpok und der letzte Zombie – Level III

In Level III – gegen die Virtualität  macht sich Anna Kpok auf die Suche nach einem weiteren Körperteil ihres Zombiefreundes, das sich in den Katakomben des Theater Dortmunds verbirgt. Auf ihrem Weg durch die verwinkelten Gänge und Hinterhöfe des Theaters gilt es, Hindernisse zu überwinden, Rätsel zu lösen und nicht zuletzt: Endgegner*innen zu besiegen. Das Spiel geht weiter!

Von und mit: Kathrin Ebmeier, Kirsten Möller, Emese Bodolay, Kristin Naujokat, Manuel Zauner, Anna-Lena Klapdor, Sabeth Dannenberg, Patricia Lenz, Gabor Bodolay, Johanna Köck, Sebastian Radermacher, Feeke Rascher, Claire Carnin, Martin Degeling, Henning Gebhard, Jannes Zimmermann, Steffen Schumann

Der WDR3  hat auch mitgespielt, hört hier ein paar Eindrücke!
Und hier ein paar Zuschauer*innenkommentare, aufgenommen von Daniel Schinzig

 

Termine:
15. Juni 2014 (Premiere) – 14.00 / 15.00 / 16.00 Uhr
20. Juni 2014 – 15.00 / 16.00 / 17.00 /
Spieldauer etwa 50 Minuten

Wo:
Theater Dortmund, im Rahmen des NRW-Theatertreffens 2014

 

Fotos: Heike Kandalowski

Jascha Sommer, 27

Videoinstallation im damenundherren, Düsseldorf
25. April bis 3. Mai 2014

Sechs Monitore, sechs Lebenswelten, sechs Selbstporträts: Ein junger Theologe vor neuen Herausforderungen, eine angehende Psychologin in Sorge um ihren Vater, ein Motorradliebhaber ohne Plan, ein Wirtschaftspsychologe mit klaren Vorstellungen, eine zweifache Mutter und Hausfrau, ein Schauspieler, der auf das erste große Engagement hofft. Sechs 27-Jährige stellen sich vor und berichten von prägenden Lebensereignissen, von ihrem Alltag, ihren Träumen und Wünschen. Sechs Selbsterzählungen, sechs Autobiographien, sechs Filmsettings. Und doch fällt auf: Der Darsteller der Porträts bleibt stets derselbe. Continue reading „Jascha Sommer, 27“

Anna Kpok und der letzte Zombie: Level II – Gegen die Bürokratie

Anna Kpok’s Zombiefreund wurde von verrückten Wissenschaftlern entführt. Um ihn Stück für Stück zu befreien muss sie deren dunkle Pläne durchkreuzen. Nachdem sie dem fiesen Gärtner in Level I bereits die Hand des Zombies abringen konnte, geht es nun weiter in die unheimliche Welt der Bürokratie mit ihren unverständlichen Abläufen und fremdartigen Bewohnern. Die labyrinthischen Flure des Bürogebäude, wirken anders als sonst: Leuchtstoffröhren flackern epileptisch, ein bedrohliches Brummen und Surren erfüllt die abgestandene Luft, verwirrte Schatten huschen durch die endlosen Flure, verlustig gegangene Stempel treiben die Migräne-geplagten Sachbearbeiter an den Rand des Wahnsinns und das merkwürdige Verhalten der Büropflanzen lässt sehr dunkle Ahnungen in Anna aufsteigen…was ist hier geschehen? Anna braucht all ihre Geschicklichkeit um aus diesem Amt gesund herauszukommen – Level II beginnt.

Die Performancegruppe Anna Kpok präsentiert den zweiten Teil des Live Jump & Run-Spiels „Anna Kpok und der letzte Zombie“. Level II besticht durch bessere Grafik, eine intuitivere Steuerung, ein weiterentwickeltes Gameplay und eine spannende Storyline. Gleichgeblieben ist die Immersion von Spiel und Realität. Die Zuschauer*innen werden zu Gamern und steuern den Avatar durch das bürokratische Labyrinth, sammeln Stempel, lösen Rätsel, und versuchen die Endgegnerin zu besiegen und so ein weiteres Körperteil des Zombies zu finden.

Von und mit: Emese Bodolay, Gabor Bodolay, Elisabeth Dannenberg, Martin Degeling, Kathrin Ebmeier, Tobias Fritzsche, Paula Gendrisch, Anna-Lena Klapdor, Patricia Lenz, Kirsten Möller, Kristin Naujokat, Sebastian Radermacher, Steffen Schuhmann, Klaas Werner, Manuel Zauner

 

Termine: 20. Mai (Premiere), 22./23. Mai 2014 jeweils um 18.00 Uhr/ 19.30 Uhr/ 21.00 Uhr
Eintritt 6€ / erm. 4€ (Nur 5 Spieler pro Runde. Um Reservierung unter zombie@annakpok.de wird gebeten)
Dauer ca. 60 Minuten

Ort: ehemaliges Gebäude der BKK, Bessemerstraße 30, Bochum

 

 

Eine Anna Kpok Produktion im Rahmen der FIDENA 2014. Gefördert vom NRW Landesbüro Freie Kultur, dem Kulturbüro der Stadt Bochum, der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen der Szenischen Forschung und den Freunden und Förderern der Ruhr Universität Bochum.