Stattmenschen

 

stattmenschen versucht eine Begegnung zwischen den unbeweglichen Bewohnern des urbanen Raumes und ihren menschlichen Mitbewohnern zu provozieren. Dem Verdacht folgend, dass die menschliche Selbstbezogenheit nicht mehr als Maß aller Dinge gelten kann, nähert sich dieses Projekt der urbanen Umgebung auf animistische Weise. Es gibt den Dingen und Orten ein auditives Potenzial, um daraus etwas aufzubauen, das “Subjektivität” oder “Persönlichkeit” genannt werden könnte und eine eigene Geschichte besitzt, die sich auch aus der Begegnung mit uns Menschen schöpft. Das Smartphone, selbst Ding und Produkt, wird zum Übersetzer, Zugang oder Schamane zu anderen Schichten von Wirklichem, das das Menschliche umhüllt und beinhaltet: eine auditive Entdeckung geschichteter Selbst-Konstruktionen.
Der Gehende wird zum Schauenden, sein Blick setzt sich auf den Standort der Gegenstände. Gemeinsam mit den Dingen stellen wir uns die Frage, wer hat sie Her-gestellt, von wo kommen sie und was bergen sie in sich, das es zu heben gilt. Dabei stoßen wir auch immer wieder auf die Risse, die Löcher des Ungefähren und des Ungewussten, die wir füllen können, wenn wir es wollen.