Klaas Werner

Nach ein oder zwei ersten Treffen im Frühjahr 2009 entschied Klaas Werner, sich den Sommer über auf Hausarbeiten konzentrieren zu müssen, auch wenn sein Wunsch mehr Kunstarbeit neben Theaterwissenschaftsarbeit, Fachschaftsratsarbeit, redaktioneller Arbeit und Scoutingarbeit zu machen, bereits ausgeprägt war. So kam er erst am Ende der ersten Zusammenarbeit der Leute, die später ein Teil von Anna Kpok werden sollten zurück, konnte es aber doch nicht lassen sich zu beteiligen und gestaltete als kleinen Beitrag zusammen mit Freund*innen das Foyer des besonderen Spielorts und spielte dort Garderobiere.
Seit Anna zu ihrem Namen kam ist Klaas fest dabei, schreibt Texte, entwickelt Konzepte, stellt Fragen und leiht Anna mitunter seine Stimme oder seinen Körper oder beides.
Bei über einem Dutzend größeren Produktionen und unzähligen kleinen Aktionen verschmolz er mit der Wand, hämmerte, führte Aufzüge, sprach für  Gegenstände, ging ans Telefon und sprang und rannte und sprang.
Ihm ist die Arbeit an performativen Formaten ein genauso großes Anliegen wie die politisch-inhaltliche Beschäftigung und Ausformulierung von Themen aus den Bereichen (Selbst-)Erzählung, Blickverschiebung und Zukunftsperspektiven.
Seit 2009 ist er in verschiedenen Funktionen für internationale Theaterfestivals unterwegs und liebt die komprimierte Begegnung mit Künstler*innen, Ansätzen und Bildern von überall her. So führte ihn seine Arbeit mit dem Schweizer Videokünstler Mats Staub nach Norddeutschland, in die Schweiz und nach Italien. Erfahrungen als Produktionsleiter (Bern, Dortmund, Köln) und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bringt er bei Anna Kpok genauso ein wie sein stetig wachsendes Interesse für Medienkunst und damit zusammenhängende zeitgenössische Diskurse.

Fotocredits: Heike Kandalowski